21.01.2005

Anschläge

Vor kurzem telefonierte ich mit einem Journalisten-Bekannten, der gerade an einem Artikel für ein Musikmagazin arbeitet. Für den Beitrag - ein Interview, um genau zu sein - ist eine Druckseite veranschlagt, was - Platz für Photos und verspieltes Layout rausgerechnet - ca. 5000 Zeichen für den Text übrig läßt. Nur dass $journalist nicht von "Zeichen", sondern von "5000 Anschlägen" sprach.

Das ist nicht nur ein herrlicher Anachronismus aus dem Schreibmaschinenzeitalter, sondern die Vorstellung, dass jeder Buchstabe des Artikels einen kleinen Anschlag auf das Thema darstellt, hat auch ganz eigenen Charme.

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