Alben, die kaum jemand kennt, Teil 2: Supergroove - Traction
Auf das Konzert der vollkommen unbescheiden benannten neuseeländischen Band Supergroove im Heidelberger Schwimmbad (puh, das ist jetzt schon ca. zehn Jahre her...) war ich ursprünglich aufmerksam geworden, weil irgendwo stand: "Supergroove klingen so, wie die Red Hot Chili Peppers immer klingen wollten, es aber nie geschafft haben"; und irgendwie stimmt es tatsächlich. Supergroove spielen eine mitreißende Mischung aus hartem Rock und Funk. Die Besonderheit der Band sind die beiden Sänger: ein weißer Spargeltarzan, der für überdrehte Rap-Teile in Beastie Boys-Manier zuständig ist, während Sänger Ché - anscheinend von Aborigine-Abstammung - über ein samtweiche Soulstimme verfügt, die die melodischen Parts übernimmt. Dazu kommt ein kleiner Bläsersatz (Sax plus Trompete) und die übliche Rhythmus-Gruppe Gitarre, Bass, Schlagzeug.
Das Schwimmbad-Konzert gehört zu den schweißtreibendsten Erlebnissen meiner Konzertgänger-Karriere: Wie damals und dort auf der Bühne die Post abging, ist kaum zu beschreiben. Die komplette Band, inklusive der Bläser, war ständig in Bewegung, tigerte auf der winzigen Bühne hin und her, sprang und lief, hüpfte und triefte. Wie so oft kann das Studioalbum die Kraft und den Schwung des Konzertes nur teilweise einfangen, klingt aber trotzdem fett und rotzig. Und wenn es im Musikgeschäft mit rechten Dingen zugehen würde, hätte die letzte Nummer, das mitreissend hymnische, halbakustische "Only the rain" mit großartigem Gesang von Ché 1994/95 ein Riesenhit sein müssen. War es aber nicht. Und so verschwand die Gruppe kurz darauf in der Versenkung, ohne je wirklich aus ihr aufgestiegen zu sein.
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Kommentare
Für mich sind die Songs von Supergroove mit die besten, die es je gab. Ich hatte immer mal noch die Hoffnung, dass sie sich doch wieder zusammentun. Ich habe ihr Konzert in Frankfurt in der Batschkapp immer noch gut in Erinnerung, auch wenn es schon so lange her ist. Und die Songs und Texte sind immer noch im Ohr ...
*nicke*
heute ist wieder einer der tage an denen ich mit einem ihrer lieder aufgewacht bin (stand me up.. shave my head... put me in my feet).. das mich bis eben verfolgt und mich dazu brachte mal wieder zu rechachieren ob ich jemals wieder in den genuss kommen werde dieses unbeschreibliche konzerterlebnis (bei mir damals im zebra bei staffelstein) aufzufrischen .. scheint wohl nicht so .. verdammt schade .. es ueberkommt traurige melachonie gedanken an 'damals' und die bittere feststellung das das wohl wirklich alles gewesen sein muss .. naja.. man muss wohl gehn wenns am schoensten ist
solltest du jemals wieder was von den jungs hoeren .. lass es mich wissen
sance
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