3121... meins!
Erst vor kurzem wurde mir wirklich bewusst, dass mein neuer MP3-Player tatsächlich Audiodateien im WMA-Format abspielt. Obendrein bringt Prince anscheinend (vorausgesetzt, ich interpretiere die übliche alberne, aber Vorfreude zu schüren bemühte Geheimniskrämerei richtig) demnächst ein neues Album namens "3121".
Was das eine mit dem anderen zu tun hat?
Durch die Spekulationen um eine neues O+>-Album erinnerte ich mich daran, dass ich ja Mitglied im NPG Music Club bin und als solches kostenpflichtige, aber sonst nirgends erhältiche Musik des Meisters im WMA-Format inklusive DRM-Krimskram zu Vorzugspreisen erwerben kann. Und diese spielt die Creative Jukebox trotz Kopierschutzes im anders als mein vorhergehendes Gerät tatsächlich ab.
Download-Shops dieser Art sind eine fiese Erfindung für Suchtbolzen wie mich: obwohl tonträgerunabhängige Musik inhärent unsexy ist und die Prince-Nummern in keiner Weise die Voraussetzungen erfüllen, um dies abzumildern, kann man sich heutzutage mit Hilfe von nahezu flächendeckender DSL-Versorgung im unmittelbarem Anfall dadurch einen schnellen Fix besorgen: kein lästiges Warten auf Versand mit der Möglichkeit, nach dem Abwallen der ersten Hitze die Bestellung zu stornieren, sondern sofortige Bedürfnisbefriedigung. Kein Wunder, dass auch Robert Fripp mit DGM Live nach langen Anlaufschwierigkeiten inzwischen diesen Weg geht.
Wenigstens lohnt sich das Ringen mit dem unkonfortablen Download-System (man muss jedes Stück einzeln herunterladen, obendrein gibt es immer wieder Probleme mit dem Erkennen der Clubmitgliedschaft, die man aber mit leidvoll empirisch ermittelten Kniffen umgehen kann) schließlich musikalisch. Vor allem die ansonsten nicht (mehr) auf Silberling erhältlichen Alben "Xpectation", "One Nite Alone" und "C-Note" sind nette Ergänzungen zur hervorragenden Veröffentlichungsfolge "The Rainbow Children", "One Nite Alone... Live" und "N.E.W.S.".
"Xpectation" ist ein recht jazziges, wenngleich gelegentlich ein wenig anämisches Instrumentalalbum mit Gastauftritten von Candy Dulfer und Vanessa Mae.
"One Nite Alone" ein vergleichsweise instrospektives und entspanntes, aber auch erstaunliches Album mit (allerdings hervorragend klingenden) Demoaufnahmen, die grossteils Prince solo am Piano zeigen.
"C-Note" scheinen fünf Soundcheck-Jams von der "One Nite Alone"-Tour zu sein: die Zusammenstellung beginnt mit den ersten beiden Nummern funkig und energisch und wird immer ruhiger, mit jazzig-modalen Stücken, zusammen mit "Xpectation" ein passendes Begleitalbum vor allem zu "N.E.W.S."
Diese drei Scheiben zeigen jedenfalls eine Seite von Prince, die in der durch seine MTV- und Radio-Nummern geprägten öffentlichen Wahrnehmung nicht sehr präsent ist.
Weitere aktuelle Beiträge
- 08.02.2009 - 13:36
- 04.02.2009 - 10:11
- 20.01.2009 - 16:49
- 14.01.2009 - 14:21
- 11.01.2009 - 16:42
Audio-Beiträge
- 24.11.2008
- 24.10.2008
- 23.07.2008
- 01.06.2008
- 08.04.2008
Bildergalerien
- 11.01.2009
- 12.11.2008
- 16.10.2008
- 30.09.2008
- 15.09.2008
Kommentare
Im Februar geht's scheinbar richtig los (siehe auch http://www.testspiel.de/archives/2006/01/30/universal-preps-princes-3121...).
Gruss
Marc
Kommentar hinzufügen