"Es gibt immer was zu tun", verkündet die Werbung - und hat Recht. Nur ob das, was es zu tun gibt, auch das ist, was getun werden muss, ist nicht klar. Seit vor allem das Internet mit all seinen Diensten, aber auch andere Medien unzählige Möglichkeiten der Ablenkung anbieten, ist das Wort "Procrastination" zu einem Modebegriff geworden. "Procrastination" bedeutet "Verschleppung" und meint das ständige Aufschieben des Erledigens (vermeintlich) wichtiger Aufgaben zugunsten des Erledigens (vermeintlich) unwichtigerer.
Inzwischen hat man daraus sogar eine strukturierte Arbeitsmethode zu machen versucht. Das mag funktionieren. Eines habe ich aber auf jeden Fall festgestellt: Procrastination kann helfen, wichtige Entscheidungen richtiger zu treffen. Eine größere Aufgabe schob ich geraume Zeit vor mir her, hatte zwar einen Plan, aber keinen hinreichenden Antrieb, diesen durchzuführen - und eben auch immer etwas anderes zu tun.